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Kokosnuss – Superfood oder sinnloser Hype?

Ganz gleich wohin man blickt, Kokosnuss ist überall. Ob Kokosduft, Kokoswasser oder Kokosöl. Kokos in den unterschiedlichsten Formen ist schlicht nicht mehr wegzudenken. Kokos duftet nicht nur tropisch und versetzt einen sofort in ein karibisches Urlaubsfeeling, sondern ist auch noch Liebling der Beauty und Food Blogger. Doch was steckt hinter dem Trend? Ist die Kokosnuss wirklich ein gesundes Superfood oder handelt es sich wie so oft um reine Marketingmasche?

 

Ist Kokosnuss tatsächlich ein Superfood?

Auf der Suche nach der Antwort auf diese Frage, startete ich meine Recherche im Social Media. Auf YouTube kann man zahllose Vlogger dabei beobachten wie sie Mundwasser durch Kokosöl ersetzen. Andere preisen regelrecht heilende Anti-Spliss Wunderhaarkuren an oder starten den Tag mit Kokosöl verfeinerten Bulletproof Coffees. Die Anwendungsmöglichkeiten von Kokos sind regelrecht unüberschaubar.

Doch nicht nur Vlogger schwören auf Kokos, auch Foodies, Frauenmagazine und Ernährungsspezialisten schwärmen von den Benefits der Nuss. Klar, dass die Industrie darauf anspringt und uns fortwährend mit neuen Kokosprodukten versorgt. Unsere Supermärkte und Drogerien sind mittlerweile überhäuft mit Kokosprodukten.

Wie soll man da einen Überblick behalten?

Bei solch einer Flut an Produkten fällt es einem immer schwerer den Überblick zu behalten. Gefühlt auf jedem zweiten Produkt steht etwas wie „Superfood“. Grund genug Kokosnuss und all diese Trendprodukte einmal unter die Lupe zu nehmen.

 

Kokosnuss Produkte

Kokosöl ist, wenn kaltgepresst und von guter Qualität, ist in der Tat ein kleines Wundermittel. Es eignet sich hervorragend zum Braten von Gemüse, Fisch oder Fleisch, da es sich hoch erhitzen lässt. Das kaltgepresste Kokosöl wirkt antibakteriell und beinhaltet viele Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente, die eurem Körper guttun. Beim Kochen verleiht es zudem euren Gerichten eine leicht exotische Note. Probiert doch einmal Pancakes mit Kokosmehl in Kokosöl auszubraten – Ein wahrer Genuss! Auch als Beauty Produkt ist reines Kokosöl ein wahrer Alleskönnen. Was ihr damit alles anstellen könnt, lest ihr hier.


So erkennt ihr ein qualitativ hochwertiges Kokosöl

Entscheidet euch für Bio-Qualität um sicher zu gehen, dass euer Produkt frei von Schadstoffen wie Pflanzenschutzmitteln oder Düngern ist sowie ohne künstliche Aromen, Farb- oder Konservierungsstoffe. Zudem wird Bio Kokosöl schonender verarbeitet und wird kalt gepresst. Somit bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe auch wirklich bestehen. Doch Vorsicht: Kokosöl ist nicht gleich dem qualitativ schlechterem Kokosfett, welches oft industriell gehärtet und chemisch behandelt wird. Von Kokosfett solltet ihr weitestgehend die Finger lassen. Produkte mit dem preis- und minderwertigen Kokosfett anstelle Kokosöl könnt ihr also schon ein mal von der Superfood-Liste streichen.


Kokosblütenzucker  ist zwar nicht kalorienfrei, hat jedoch einen niedrigen glykämischen Index, sodass euer Blutzucker nicht so stark wie bei herkömmlichen Zucker in die Höhe schießt. Zudem ist der nicht ganz so süße Kokosblütenzucker kariesfreundlich und enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Mittlerweile gibt es einige Naschereien, die mit Kokosblütenzucker gesüßt werden. Eine tolle Alternative zum herkömmlichen Kristallzucker!

Kokoswasser ist der ideale Sportdrink auf Kokosbasis. Kokoswasser ist mit 20-25 Kalorien pro 100 ml im Gegensatz zu üblichen Isodrinks recht kalorienarm und enthält neben natürlichem Zucker, der nach dem Sport wieder zum Leben erweckt, einen Komplex aus Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Dadurch wirkt Kokoswasser isotonisch, beugt der Übersäuerung des Körpers entgegen, wirkt entgiftend, und entzündungshemmend. Und zudem kurbelt Kokoswasser wichtige Stoffwechselprozesse im Körper an.

Kokosmehl eignet sich hervorragend um Low Carb als auch glutenfrei zu backen. Kokosmehl ist getrocknetes, entölte und anschließend gemahlenes Kokosfleisch. Es verleiht durch seinen leicht süßlichen Geschmack vor allem Süßspeisen eine exotische Note. Mit im Schnitt 20 g Protein pro 100 Gramm Kokosmehl versorgt ihr euren Körper auch noch mit einer extra Portion Eiweiß. Probiert doch ein mal meine super leckeren Low Carb Pancakes mit Kokosmehl aus!

Kokosraspeln oder Kokosflocken sind eine super Müslizutat oder Garnitur für orientalische oder asiatisch angehauchte Speisen. Kokosflocken sind zwar fettreicher als das Kokosmehl, aber dennoch äußerst gesund. Gesunde Fette gehören in unsere Ernährung und sollten daher auf gar keinen Fall ausgelassen werden. Mehr dazu lest ihr in meinen 5 Fakten über Fett.

Das Fazit

Mittlerweile gibt es etliche Produkte mit Kokos auf dem Markt. Doch nicht alles was Kokos enthält ist unbedingt gesund oder überhaupt gut für euch.

Schaut euch daher immer genau die Zutatenliste an. Ist wirklich Kokos in seiner reinsten Form enthalten? Kokosöl, Kokosflocken, Kokosmehl, der natürliche Kokosblütenzucker und Kokoswasser sind absolute Superfoods. Sind aber zusätzliche Aromen, Geschmacksverstärker, Zucker oder unnötige Kohlenhydrate und Fette enthalten, dann überlegt es auch zweimal, ob ihr zugreift. Viele Hersteller werben mit den Health Benefits von Kokos, fügen ihren Produkten aber auf der anderen Seite etliche weniger gesunde Zutaten bei. Vor allem bei Joghurts, Kokosdrinks und Riegeln solltet ihr daher aufpassen, da sie sich oft als wahre Zuckerfallen oder Fettbomben entfalten.

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