Nutrition Facts

Warum Fett nicht gleich Fett ist & welches Fett wirklich Fett macht (I/II)

Bei dem Wort Fett bekommen manche von uns gleich Panik. „Bloß nichts Fettiges essen“, heißt es da und Fett weitestgehend aus dem Speiseplan streichen. Low Carb ist die Devise. Vor allem Milchprodukte wie Joghurts, Käse oder Sahne kommen überwiegend fettreduziert auf den Tisch. Warum das jedoch nicht der richtige Weg zu einer ausgewogenen Ernährung ist und warum Fett essenziell in unserer Ernährung ist, erfahrt ihr jetzt! (Teil I/II)

Zuallererst sollte man wissen, dass es genauso gesunde wie ungesunde Fette gibt. Und wie ihr euch bereits denken könnt, Pommes, Currywurst, Pizza & Co bestehen zu einem großen Teil aus ungesunden Fetten. Fast Food steckt voller raffinierter Fette, das wissen die meisten von uns. Wo sich jedoch die bösen und ungesunden Fettfallen verstecken, ist oft gar nicht so offensichtlich. Die Kunst liegt darin zu unterscheiden, was gut für euch und euren Körper ist und wovon ihr besser die Finger lasst.

Rund 35-40% unserer Ernährung bestehen aus Fett

Das ist ein vollkommen normaler Wert. Nur kommt es darauf an, welche Fette wir zu uns nehmen. Gut zu wissen ist auch, dass unser Gehirn zu 60% aus Fett besteht. Gute Fette lassen unser Gehirn auf Hochtouren arbeiten und beeinflussen sogar unsere Psyche und Laune. Macht es da nicht auf einmal viel mehr Sinn, dass wir Fett zum Denken brauchen? Hat eure Mama euch nicht auch immer Studentenfutter als „Nervennahrung“ für Prüfungen mitgegeben? – Ja, oft sind die einfachen Dinge, die besten!

Ungesunde Fette sind Verursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Also absolut schlecht für unsere Herzgesundheit, da sie die unsere Arterien verstopfen. Des Weiteren werden sie mit der Entstehung von Alzheimer, Schlaganfällen, Herzinfarkten Diabetes und Stoffwechselstörungen und sogar Depressionen in Verbindung gebracht, da sie Entzündungen im Körper fördern.

 

Finger weg von diesen Fetten

 

Gesättigte Fette

Gesättigte Fette stammen überwiegend aus tierischen Erzeugnissen wie Milchprodukten in Vollfettstufe (Sahne, Butterkäse, Butter) sowie fetten Fleischprodukten wie Wurst und Schweinefleisch, aber auch Frittiertem wie Chips, Pommes Frites, Chicken Nuggets.

Diese Fette machen uns wirklich dick. Denn sie enthalten oft doppelt so viele Kalorien wie Gemüse oder Obst und dafür wenig Ballaststoffe. Sie füllen unseren Magen daher nicht und machen oft nicht lange satt. Und hinzu sind diese Fette für böse Verstopfungen in unseren Arterien zuständig. Ihr kennt bestimmt das Gefühl, wenn man nach einer Tüte Chips immer noch Hunger hat… Fazit: Finger weg von Lebensmitteln, die viele gesättigte Fette enthalten.

Vermeidet Wurst, Butter, Vollfettmilchprodukte und fettes Fleisch. Ersetzt Wurst durch Schinken, Geflügelsalami oder magere Hähnchenbrust (1-3% Fettanteil). Wählt Magerquark anstatt Sahnequark und ersetzt damit eure Butter auf dem Brot. Verzichtet bewusst auf fette Sahnesoßen oder Cremesuppen und substituiert durch Magerjoghurt. Wählt anstatt rotem Fleisch oder Schwein mageres Geflügel ohne Haut.

Aber Achtung: In Joghurts oder Milch mit weniger als 1,5% Fettanteil wird das fehlende Fett oft durch Zucker ersetzt. Daher ist ein reduzierter Fettanteil von 1,5-2% vollkommen ausreichend.

Transfette

Ziemlich leicht zu merken: Fertigprodukte = Transfette. Es handelt sich um pflanzliche Fette, die um sie haltbar zu machen extrem erhitzt werden, also gehärtet bzw. chemisch entartet werden.

Diese von der Industrie gehärteten Fette sind die schlimmsten, da sie nicht nur dick machen, sondern auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Transfette verkleben unsere Blutfette, sorgen für Arterienverkalkung, erhöhen das Risiko an Diabetes oder Depressionen zu erkranken und schaden unserem Gehirn und Nerven.

Sie verstecken sich in allen industriell zusammengepanschten Lebensmitteln, wie zum Beispiel dem geliebten Nuss-Nugat-Aufstrich, Schokoriegeln, Fertigpizzen oder auch Frittiertem. Geht doch mal die Kühlregale im Supermarkt entlang. Dort findet ihr eine Vielzahl der Übeltäter. An der Aufschrift „teilweise gehärtete pflanzliche Fette“ sowie „pflanzliche Fett“ entlarvt ihr die Übeltäter sofort.

Mehrfach ungesättigte Fette

Unter mehrfach ungesättigten Fetten versteht man pflanzliches sowie tierisches Omega-6-Fett. Das pflanzliche Omega-6-Fett wird auch Linolsäure genannt und entsteht bei der industriellen Härtung von Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl zur Margarineherstellung. Das tierische Omega-6-Fett hingegen wird AA-Fett genannt und ist mit der pflanzlichen Variante so hingehend verknüpft, dass Tiere aus der pflanzlichen Omega-6 Variante das AA-Fett erzeugen. Die Fette aus Fleisch fördern Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schaden unseren Gehirnzellen.

Zu finden ist Linolsäure neben Sonnenblumenöl in Maiskeim-, Traubekern, Kürbiskern, Soja- und Distelöl, Margarine, Frittieröl, Fleisch, Eiern, Käse, Schmalz, Schweineleber und Leberwurst. Das Tückische an diesen Fetten ist, dass sie essentiell für unseren Körper sind. Die mehrfach ungesättigten Fette dienen als eine Art Baustoff für unsere Zellen. Allerdings nur in einem bestimmten Maß. Versteckt in Fertiggerichten, Backwaren, Frittiertem und Margarine werden wir regelrecht überschwemmt von Omega-6 Fetten. Dies hat wiederum zur Folge, dass Entzündungen im Körper gefördert werden und gesunde Omega-3 Fette nicht aufgenommen werden.

Als Faustregel gilt: Ein halber Teelöffel Omega-6 Fett pro Tag reicht vollkommen aus! Wenn Margarine, dann greift zu Olivenölmargarine oder Rapsöl-Margarine mit hohem Omega-3-Anteil aus dem Bio-Laden oder Reformhaus. Diese stecken voller guter ungesättigter Fette und weniger aus gehärteten und damit ungesunden Fetten.

Jetzt wisst ihr von welchen Fetten ihr euch am besten fernhalten solltet. Erfahrt im nächsten Teil von Warum Fett nicht gleich Fett ist & welches Fett wirklich Fett macht (II/II) welche Fette eurer Gesundheit gut tun und wie ihr diese in eure Ernährung einbindet. Für mehr, schau auch in meinem Artikel 5 Fakten über Fett, die ihr unbedingt wissen müsst vorbei!

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